Wir inszenieren Kommunikation

Eventmarketing, Design, die Gestaltung von Räumen, die Dramaturgie eines Theaterstücks, die beim Publikum gezielt Wirkung erzeugt, aber auch die didaktische Hinlenkung des Publikumsinteresses auf Inhalte in Museen oder Ausstellungen – all das ist inszenierte Kommunikation. Die Mechanismen, die dabei zum Einsatz kommen, stammen scheinbar aus verschiedenen Welten und hängen doch unmittelbar zusammen. Eine Disziplin lernt von der anderen, Synergien entstehen und oft sind sie nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Wir setzen daher auf einen ganzheitlichen Ansatz, um inszenierte Kommunikation optimal einzusetzen.

Die meisten wahrnehmbaren Eindrücke lassen sich auf wenige Kernaussagen reduzieren. Sich so ergebende Spannungsbögen und Erzählstränge können zielgenau Botschaften an einzelne Menschen vermitteln. Das Handwerk der Reduktion und die richtige Dramatisierung von Informationen ist deshalb essenziell.

Inszenierte Kommunikation beschreibt jede Art des zwischenmenschlichen Austausches, der mit einem fassbaren Kommunikationsziel versehen ist. Der Weg zu diesem Ziel wird strategisch geplant. Gerade in unsicheren Zeiten braucht es eine professionelle, sensible und sorgfältige Planung für erfolgreiche inszenierte Kommunikation.

Corona verändert

Jede Krise bringt Veränderungen – entscheidend ist, wie man diese nutzt. Der selbstverständliche Umgang mit einer wichtigen Grundlage menschlicher Interaktion, nämlich das Genießen räumlicher Nähe zu Mitmenschen, der unmittelbare Kontakt mit anderen Menschen, die Geborgenheit des sprichwörtlichen „Zusammenrückens“ – all das wird sich durch die Krise verändern. Physische Nähe wird ab sofort nicht nur als positiv empfunden, sondern kann auch zur Bedrohung werden. Bei Bars als Ort des Socialisings, beim freudigen Schlangestehen in großer Erwartung vor Konzerten, beim Ansturm zum Live-Auftritt angebeteter Influencer oder auch bei überfüllten U-Bahnzügen, die als Zumutung empfunden werden, sind diese Veränderungen stark spürbar.

Unser Sozialverhalten kann sich dadurch grundlegend verändern und eine neue Werteskala entsteht. Wir diskutieren Sitzabstände und Durchgangsbreiten nicht mehr nach dem Muster der Bequemlichkeit, sondern nach dem Muster der Gefährdung. Sicher ist aber auch, dass Menschen nicht auf ihren sozialen Austausch verzichten werden. Sehr viele neue Kommunikationsformen der digitalen Welt werden sich nachhaltig etablieren. Umso wertvoller wird die inszenierte, persönliche und analoge – die emotionale Ebene des persönlichen Treffens werden.

Manchmal, so auch jetzt, ist die uns ununterbrochen begleitende Veränderung der Welt stärker spürbar als sonst, doch sie begleitet uns seit jeher, in jedem Moment unseres Lebens. Die nächsten Monate und Jahre werden der Neuerfindung unseres sozialen Daseins gewidmet sein. Wir nehmen diese Chance der Veränderung wahr und sehen uns als gestaltenden Teilnehmer auf dieser Expedition in neue Welten.

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